Nowa Nowa bis Canberra
Der Campingplatz in Nowa Nowa leistet gute Dienste, so dass wir die to do Liste abarbeiten und gut gerüstet ins nächste Abenteuer starten können.
Direkt am Campingplatz endet der Lake Tyres und bietet schöne Spaziergänge am Ufer. Die Stadt Lakes Entrance in der Nähe liegt am Meer und ist in den Sommermonaten ein Magnet für Touristen. So ganz können wir uns den Zustrom nicht erklären, auch wenn es ein kleines nettes Städtchen ist. Seinen Namen erhielt die Stadt durch seine Meeresöffnung, die den Lake Tyres im Hinterland bildet. 30 Kilometer reicht das weit verzweigte Lagunensystem ins Landesinnere und lässt sich phantastisch mit dem Boot oder Kanu erkunden.





Nun beginnt für uns die Fahrt nach Norden in den kommenden australischen Winter. Australien mit seinen Klimazonen und dem unterschiedlichen Wetter eröffnet Reisenden die Möglichkeit sich das ganze Jahr bei guten Wetterbedingungen in dem riesigen Land zu bewegen. Die Kunst ist nur nicht zu früh in die Gegenden zu kommen. So herrscht in Darwin, Cairns im Norden im australischem Sommer von Oktober bis März Regenzeit mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen.
Kein Ort, wo wir mit unserer Ausrüstung sein wollen. Ab April wird es langsam besser und unsere Planung orientiert sich daran.
Heute starten wir mit Snowy auf der Snowy River Road, entlang des Snowy Rivers im Snowy River Nationalpark. Snowy fühlt sich pudelwohl auf der teils engen und holprigen Schotterstraße und ist in seinem Element. Wir weniger und müssen uns erst einmal wieder an derartige Straßen gewöhnen.





Im Willis Camp finden wir einen super Platz in Gesellschaft von Kängurus direkt am Fluß. Bleiben 4 Tage und das tägliche Schwimmen im Snowy River direkt vor unserer Nase macht Spaß. Auch hier sind wir nach dem Trubel von Lakes Entrance die meiste Zeit alleine.







In Jindabyne, einem alpinen kleinen Städtchen oberhalb des Snowy Rivers hatten wir uns mit Narelle und Peter verabredet. Wir lernten die beiden 2018 auf einem CP in Alice Springs kennen und hielten seitdem den Kontakt. Peter und Narelle kennen Australien und die Welt wie ihre Westentasche und schon 2019 führten sie uns auf einen Campingtrip durch die australischen Alpines in Victoria. Im Sommer 2023 fuhren die beiden mit einem gemieteten Wohnmobil 3 Monate durch Europa und besuchten uns zu Hause in Bayern. Heute in Jindabyne sehen wir sie wieder und freuen uns alle wieder zusammen zu sein.






Dieses mal will Peter uns die Schönheiten des Kosciuszko NP zeigen. Zuerst gibt es einen Cappu mit Pie und wir besprechen die Reiseroute.
Der Kosciuszko National Park liegt in Bundesstaat New South Wales im Südosten Australiens und ist mit rund 6.900 km² der größte NP des Bundesstaates. Er beherbergt den höchsten Berg Australiens, den Mount Kosciuszko mit 2.229 m. Daneben noch 10 weitere Gipfel mit über 2.100 m.
Der Park zählt zu den wenigen Gebieten mit regelmäßigem Skibetrieb, die im Winter sehr schneesicher sind. Natur, Sportbegeisterte und Erholungssuchende finden in den hoch alpinen Gebiet mit Gletscherseen, Granitformationen und Hochplateaus ein breites Betätigungsfeld. Peter ist der Meister der Gegend und kennt insbesondere durch seine früheren Arbeitsplatz als Parkranger den Park sehr gut.
Im Zentrum des Parks im Island Bend Camping Area schlagen wir unser erstes Lager auf. Unter schattigen Bäumen besucht ins abends ein vorwitziges Opossum, welches großes Interesse im Dunklen an unseren Vorräten hat.




Am nächsten morgen entdecken wir dann die Bissspuren auf der Kaffee-Box.
Die Zeiten der großen Wanderungen sind vorbei und wir beschränken uns auf kürzere Strecken. Auch auf den Mount Kosciuszko geht es dieses mal nicht. Da Wochenende ist, wird im Park ein Triatlon durchgeführt und wir begegnen den Läufern oder Radfahrern. Jung bis Alt nimmt daran teil und bei den meisten geht es nicht darum die persönliche Bestzeit zu erzielen, sondern überhaupt bei dem sportlichen und herausfordernden Ereignis mitzumachen.
Mit Peter dem custodian of the fire (Hüter des Feuers) verbringen wir jeden Abend der gemeinsamen Reise an einem wärmenden Feuer. Abends gehen die Temperaturen auf 10 Grad runter und besonders Thomas ist froh über seine long johns.







Auf herausfordernden Schotterpisten geht es zu dem herausragenden Gungarlin River Camping Area. Alleine hätten wir dieses einmalige Camp nicht gefunden und genießen die 3 Tage, die wir dort verbringen. Direkt vor unserer Nase fließt der Gungarlin River und gleich am ersten Abend macht uns Narelle auf des Schnabeltier im Wasser aufmerksam. Sind ganz begeister dieses außergewöhnliche Tier so unerwartet zu sehen. Es hat den Schwanz des Bibers, die Füße von Enten und einen breiten lederartigen Schnabel. Noch nicht genug damit, es legt Eier, die nach dem Ausschlüpfen gesäugt werden. Männchen besitzen zudem einen giftigen Sporn an den Hinterbeinen. Die Tiere leben nur in Osten Australiens und Tasmaniens. … und wir haben eines durch Narelle und Peter gesehen.










Bei einer Wanderung kommen wir zu einer alten Farmhütte. Noch vor ~90 Jahren lebte dort in absoluter Abgeschiedenheit eine Familie mit ihren Kindern und betrieben eine Landwirtschaft mit Schafen und Kühen. Bevor der Winter kam, wurden alle Tiere ins Tal getrieben und auch die Familie verbrachte den Winter nicht in der Hütte.
Ein solches Leben ist für uns mit unserem Luxus nicht denkbar und verstehen, dass die Hütte aufgegeben wurde. Heute wird sie von einer Gruppe ehrenamtlich gepflegt und erhalten. Wanderer können dort im Sommer oder Winter eigenverantwortlich übernachten.





Das letzte Camp, mit Narelle und Peter, mit seiner Weitsicht und Abendstimmung liegt ebenfalls im Kosciusszko NP.
Besucher aus Übersee finden diese Camps in keinem Reiseführer und auch wir haben seit dem Start in Adelaide mit der Ausnahme Melbournes, bis jetzt so gut wie keine Touristen gesehen.
Erkundungen der Gegend führen wieder zu alten verlassenen Farmhäusern, einer Höhle, die wir alleine selbständig auf geführten Wegen erkunden können und einen Thermal Pool mit glasklarem und warmen Wasser.





























Das Wetter schlägt langsam um und bevor der Regen uns evtl. Probleme bereitet, fahren Narelle und Peter nach Canberra, ihrem Zuhause zurück und wir folgen am nächsten Tag.
Die beiden führten uns auf der Reise wieder zu außergewöhnlichen Plätzen und wir lernten durch Peters Erklärungen viel über die Kultur und Natur




Impressionen



































Veröffentlicht am 27. Februar 2026, in 2026, New South Wales, Victoria. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.
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