Canberra bis Sydney

Schon auf der Fahrt nach Canberra beginnt es zu regnen und bereuen es nicht die Reise vorher abgebrochen zu haben.

Narelle und Peter erwarten uns bereits und wir sind wieder zusammen. Sie leben schon länger glücklich in ihrem schönen Haus und fühlen sich wohl in Canberra, der Hauptstadt Australiens.


Old Parliament House, Museum of Australian Democracy

Nach der Gründung des Australischen Bundes 1901 konnten sich die beiden großen Städte Sydney und Melbourne nicht einigen, wer das Zentrum der Macht sein sollte. Als Kompromiss, um den Streit beizulegen, wurde beschlossen, eine neue Stadt zu bauen. Den darauf folgenden internationalen Wettbewerb des besten Stadt-Konzeptes gewann ein amerikanischer Architekt.

Daraufhin wurde auf einem Gebiet, das bis dahin weitgehend unberührt war die kommende Hauptstadt Australiens errichtet. In der Zwischenzeit fungierte Melbourne während der Bauzeit als Hauptstadt, bis Canberra 1927 offiziell den Titel des Regierungssitz übernahm.

Die Stadt wurde als Gartenstadt auf dem Reißbrett geplant und besitzt nicht den Charme der über die Jahrhunderte gewachsener Städte. München mit ca. 1,5 Mio. Bewohnern liegt auf einer Fläche von 310 km² und Canberra mit ca. 460.000 Einwohnern auf 814 km². Dementsprechend riesig sind die Grünflächen zwischen den Gebäuden und Stadtteilen, die Straßen überdimensioniert breit und Entfernungen lang. Auch wirken viele Gebäude und Straßenzüge wie aus kommunistischen Systemen. Dafür ist die Luftqulität sehr gut und neben der Straße hoppeln die Kängurus.

Narelle und Peter kümmern sich liebevoll um uns und wir ratschen viel. Peter zeigt uns mit dem „Finger auf der Landkarte“ viele interessante Punkte, Camps und Strecken auf unserer folgenden Reise.

Narelle bäckt leckere Scones
Scones
Peter und Thomas bei Rundumpflege von Snowy

Canberra bietet seinen Bürgern mit zahlreichen unterschiedlichen Festivitäten, Kulturveranstaltungen vieles. In unserer Zeit liegt das Enlighten Festival. Das Herzstück von Enlighten Canberra ist die Beleuchtung von Canberras kulturellen Institutionen nach Einbruch der Dunkelheit, darunter Old Parliament House, Parliament House und die National Gallery of Australia begleitet mit Live-Musik, Filmvorführungen und Imbissmeile. Bummeln mit den beiden abends durch die Anlagen und besichtigen Canberra mit seinen Highlights nachdem wir Narelle und Peter verlassen noch einmal im Hellen.

Auf zum Enlighten Festival
Enlighten Festival, Canberra

National Portrait Gallery, Canberra
Ouroborus von Lindy Lee, Canberra

Ouroborus von Lindy Lee, Canberra
Enlighten Festival Canberra
National Gallery of Canberra
Parliament House, Australisches Parlament
Neville Bonner Statue, erster australischer Ureinwohner, wurde 1971 Mitglied des australischen Parlaments
Canberra im Regen
Canberra
Besuch der Kunstgalerie, National Gallery of Canberra
National Gallery of Canberra
Beautiful Ulkumanu (old woman) after the rain, National Gallery of Canberra
Seven Sisters, National Gallery of Canberra
Old Parliament House, Museum of Australian Democracy
Aboriginal Tent Embassy, Zelt-Botschaft der indigenen Ureinwohner Australiens
Parliament House, Australisches Parlament
Parliament House, Australisches Parlament
Parliament House, Australisches Parlament
1988 Eröffnung des Parliament House von „Her Majesty Queen Elizabeth II“
Führung von Jeremy durch den blauen Sitzungssaal
Questacon, Wissenschaftsmuseum
Questacon, Wissenschaftsmuseum
Australian War Memorial, Canberra
Australian War Memorial, Canberra
Navy feiert 125sten Geburtstag im Australian War Memorial, Canberra

Nach Canberra geht es gleich weiter in die nächste große Stadt nach Sydney. Das Fahren mit Snowy ist in dem brummenden Verkehr mühsamer und wir sind froh als wir den Natur-Campingplatz mitten in Sydney erreichen. Direkt vor unserer Nase
beginnt der Lane Cove NP mit seinen Farnbäumen und Besonderheiten. Schade, dass uns wenig Zeit bleibt um die Park zu erkunden.

St Peter and Paul’s Old Cathedral, gebaut 1871, Goulburn auf dem Weg nach Sydney
St Saviour’s Anglican Cathedral, 1874 – 1884, Goulburn
St Saviour’s Anglican Cathedral, 1874 – 1884, Goulburn
St Saviour’s Anglican Cathedral, 1874 – 1884, Goulburn
Campen im Discovery Park – Lane Cove, Sydney

Sydney zählt zu den Top Adressen jedes Touristen und wird nicht enttäuscht. 15 Minuten zu Fuß vom Camp geht die Metro und bringt uns mit einmaligem Umsteigen ins Zentrum der Stadt, dem Circular Quay. Dort pulsiert das Leben und es herrscht eine entspannte lebendige Betriebsamkeit.

Erster Eindruck, nachdem wir mit dem Zug am Circular Quay ankommen

Circular Quay Sydney, bei Sonne
Sydney
Sydney Opera House
Sydney

Die Fläche ist nicht klein und beherbergt das weltberühmte Sydney Opera House, die Harbour Bridge, The Rocks, den Royal Botanic Garden, den Ankerplatz für Kreuzfahrtschiffe und den Fährhafen mit Booten in alle Richtungen. Alles für sich alleine schon ein Highlight und dann zusammen nebeneinander. Die Gegend ist unserer Lieblingsspatz Sydneys und halten uns die meiste Zeit dort auf.

The Rocks, Sydney
The Rocks, Sydney
The Rocks, Sydney
Sydney

Sydney hat das Glück des riesigen geschützten Hafens. Die Fahrrinne in der Mitte ist teils über 30 m tief, geht über eine Länge von 19 km und einer Küstenlinie von über 240 km. Er entstand nicht wie unsere Fjorde in Norwegen durch Gletscher, sondern durch einen Fluß der vor ca. 11.000 Jahren hier floss und den tiefen Canyon grub. Schon damals veränderte sich der Meeresspiegel ohne Zutun von Menschen und nach der letzten Eiszeit stieg der Meeresspiegel weltweit. Das Meer überflutete das Tal und daraus einstand der heutige Hafen mit seiner Bebauung am Ufer.

Mit unserem 50 A$ Ticket können wir eine Woche alle Verkehrsmittel nutzen, auch die Fährschiffe und die bringen uns zum Manly Beach oder durch den Fjord bis nach Paramatta City, eine 1 ½ stündige Fahrt entlang am besiedelten Ufer und zum Ende der Fahrt zu unserer Überraschung durch eine Mangroven Gebiet am Ufer.

Mit dem Schiff nach Manly
Harbour Bridge
Vorbei an der Oper
Manly
Manly Beach
Manly Beach
Manly Beach
Manly Hafen
Auf dem Weg nach Parramatta City am Darling Harbour vorbei
Vorbei an Wohngebieten
Es wird enger am Parramatta River
Mangroven am Ufer
Paramatta City
Paramatta City
Tudor Gatehouse George St, Parramatta City
Old Government House, Parramatta City

Des und Anna lernten wir 2015 auf unserer Reise durch Australiens kennen und als wir den neuen Blog schalteten meldete Des sich bei uns. Da sie in Sydney wohnen treffen wir uns mit ihm am Circular Quay und ratschend bummeln wir durch die Hafengegend. Toll wie es gelingt mit den Medien über eine so lange Zeit den Kontakt zu halten und alte Bekannte wieder zu treffen. Es geht beiden gut und sie ziehen in der Zwischenzeit die Begleitung der Enkelkinder dem Reisen vor.

Wir treffen Des
Bummeln durch den Royal Botanic Garden Sydney
Royal Botanic Garden Sydney
Royal Botanic Garden Sydney
Royal Botanic Garden Sydney

Wenn wir schon in Sydney sind, können wir der Versuchung nicht widerstehen und besuchen eine Vorführung im Sydney Opera House. In dem riesigen Konzertraum erleben wir ein Konzert mit der Dirigentin Simone Young und des Sydney Symphony Orchestra und in den Pausen das Ambiente des Opera Houses.

Sind gespannt
Sydney Opera House
Simone Young mit Violinistin Simone Lamsma und Sydney Symphony Orchestra
Sydney Opera House
Sydney
Sydney

Beim Verlassen der Oper regnet es und wir ziehen das Taxi den öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem anschließenden Spaziergang vor. Witzig ist der indische Fahrer, der besorgt wurde, als wir in die Nähe des CP kommen. Zuerst ist er von dem Friedhof daneben irritiert und als die Straße dunkel wird und die Zweige durch den Regen auf die Straße hängen, will er wissen ob wir hier tatsächlich richtig sind. Als wir dies bejahen und wir an dem dunklen Nebeneingang aussteigen wollen, ist er völlig irritiert. Tatsächlich konnte man nichts sehen, kein Licht, kein Haus, kein Wohnwagen, nur Dunkelheit. Als wir im drei mal versichern, dass hier der CP ist und wir richtig sind, lässt er uns skeptisch blickend aussteigen.

Am nächsten Morgen hört der Regen kurz auf, so dass wir das Zelt einigermaßen trocken einpacken können, doch ist die Pause nur von kurzer Dauer. In den Blue Mountains, unserem nächsten Ziel, regnet es die nächsten 2 Tage und wir finden Zuflucht in einem alten Hotel.

Aussicht auf die Blue Mountains bei Katoomba

Impressionen

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Veröffentlicht am 10. März 2026, in 2026, Canberra, New South Wales. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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