Albany bis Esperance
Vielen herzlichen Dank für die lieben Wünsche zu Weihnachten und Neujahr.
Nördlich von Albany liegt der Porongurup NP inmitten von Wäldern, Wiesen und Granitberg-Rücken.
Seit mehreren Jahren gibt es den Granite Sky Walk. Zuerst geht es auf Wanderwegen durch Wald- und Buschland, bis wir den Castle Rock erreichen.
Weiter über phantastisch angelegte Stahlleitern, -wege und Plattformen erklimmen wir kletternd den Gipfel des Granitmassives mit seinen weitläufigen Ausblicken.
Im Sterling Range NP ragt der Bluff Knoll mit seinen 1.095 Metern aus der weitläufigen Ebene, durchzogen von Bergketten, heraus. Vor 25 Jahren waren wir schon einmal oben und haben die Wanderung als wenig anstrengend in Erinnerung. Na ja, 25 Jahre ist schon eine Weile her und er hatte damals sicher nicht soooo viele Stufen, so dass wir dieses Mal gut schwitzen und uns die Puste ausgeht. Der Ausblick ist großartig und die vielen Stufen sind schnell vergessen.
Die Strände zwischen Albany und Esperance wurden uns von vielen Australiern empfohlen. Wir sind gespannt was uns erwartet. Weihnachten steht auch bald vor der Tür.
Als erstes steuern wir den Waychinicup NP an. Ein winziger Campingplatz mit neun Plätzen auf einem kleinen Hügel erwartet uns. Glücklich sind wir zuerst nicht als wir Blue stehen lassen und unser Gepäck mit der gesamten Ausrüstung auf schmalen Wegen unter Büschen 80 Meter zu unserem Camp tragen müssen.
Die Abgeschiedenheit und der Ausblick lassen uns schnell die Arbeit vergessen und wir genießen in unseren Stühlen die grandiose Aussicht.
Granitblöcke und die S-förmige Form der Bucht lassen die Kraft des Meeres draußen, die Wellen brechen an den Felsen und dahinter ist ruhiges Wasser.
Don und Ashley die Camping Hosts nutzen das sichere Gewässer mit ihrem kleinen Boot zum Fischfang und schimpfen mit einem Lächeln über die Delfine, die ihnen ihre Fische wegfangen.
Und wir haben Glück. Tatsächlich kommt eine Schule von über 30 Delfinen in die Bucht, springen, klatschen mit der Schwanzflosse aufs Wasser und fangen erfolgreich Don‘s Tintenfische und Fische. 2 Stunden bleiben sie in der Bucht und wir verfolgen gespannt ihr Treiben.
Als nächstes kommt der Fitzgerald River NP. Seine 300.000 ha beherbergen eine Vielzahl von Pflanzen (1.700 Spezies), Säugetieren, Reptilien, Fröschen und Vögeln.
Viele Teile des Parks sind nicht erschlossen und stehen unter strengem Schutz der nationalen und internationalen Wissenschaft. Wir finden einen windgeschützten Platz an dem Hamersley Inlet und erkunden einen Teil des Parks.
Ein schöner Weg führt entlang der Bucht zum offenen Meer. Wind, weißer Sand und blaues Wasser begrüßen uns. Wir sind alleine und die Natur ist mächtig. Fühlen uns klein und bestaunen die spektakuläre Küstenlandschaft.
Am Point Ann, einem anderen Teil des Parks, kommen von Juni bis Oktober Wale in die Bucht, bringen ihre Jungen zur Welt, stillen sie und bereiten sie auf die Welt außerhalb der Bucht vor. Rick ein älterer Herr, den wir im Waychinicup NP kennengelernt haben, verbrachte im September 2 Wochen in der Bucht und sah Wale die 5 Meter vom Ufer entfernt waren.
Die Küste zwischen Albany und Esperance ist spärlich besiedelt. Die wenigen Straßen, meist Schotterpisten, führen zu Nationalparks und vereinzelten Campingplätzen.
Nach dem Fitzgerald River NP landen wir auf dem Campingplatz an der Mason Bay.
Er hat ein Plumpsklo, kostet 7 Euro und wird von der Gemeinde Ravensthorpe verwaltet.
Geplant sind 3 Tage. Gleich am ersten Tag lernen wir Annette und Eric unsere Nachbarn kennen und sitzen später gemütlich von 17 bis 18 Uhr zur Happy Hour im Kreis mit anderen Campern um das Lagerfeuer. Die Happy Hour wird zur Institution und wir nehmen jeden Tag an ihr teil.
Es hat sich schon herumgesprochen, dass Susi Krankenschwester ist und am zweiten Tag steht Graeme mit blutendem Arm und Knie vor unserem Camp. Er ist auf einem Felsen im Meer ausgerutscht. Susi versorgt ihn fachmännisch bevor er mit Joanne nach Ravensthorpe (80 km einfach) ins Krankenhaus fährt.
Susis Künste sind diese Jahr oft gefragt. Barbara an der Carawine Gorge, die sich am Kopf eine Platzwunde an ihrer Markise zugezogen hatte wird verarztet. So auch Thomas bei seinem Sturz im Kennedy Range NP. Übel war der Motorradfahrer Shawn, der mit seinem Bike unterhalb Perth von der Straße abkam, in den Felsen landete und sich großflächige Schürfwunden zuzog. Wie der Zufall es will ist Susi auch hier die Erste Hilfe.
Nach Graems Verarztung in der Mason Bay ist von Susi Verbandskasten, den wir bereits mehrfach aufgefüllt haben, wieder wenig übrig. Das Personal in Ravensthorpe ist von Susis Verbandskünsten schwer beeindruckt und nachdem Graeme ihnen erzählt hatte, das unser Verbandsmaterial langsam ausgeht, packen sie eine Tüte mit allerlei Nützlichem ein. Hoffen wir brauchen es nicht mehr.
Der Strand, die Nachbarn und das Camp sind toll und aus den 3 Tagen werden mehr.
Schnell werden wir von Eric und Annettes Großfamilie aufgenommen, die langsam alle auf dem Campingplatz eintrudeln. Wir verstehen uns gut und Annette lädt uns ein, den 25.12. zusammen mit ihnen zu verbringen. Jeder bringt etwas zum Essen mit, wir einen Christstollen vom Aldi und sitzen den ganzen Nachmittag inmitten der Familie und Freunden. Ratschen, lachen und verbringen einen sehr schönen Weihnachtstag.
Daneben gehen wir am Strand spazieren, schwimmen, ratschen mit vielen oder fahren nach Hopetoun um die Lebensmittel und Wasservorräte aufzufüllen.
Tim leiht uns mehrmals sein offenes Tretkajak und wir gleiten über das kristallklare Wasser.
Eric mit seinen 80 Jahren ist ein begeisterter Fischer, fährt täglich mit seinem Boot raus und wir kommen in den Genuss von frischem vorzüglichen Fisch. Mal ist er geräuchert, frisch oder als Rollmops eingelegt. Ein besonderer Leckerbissen sind die Abalones, die auf den Felsen an der Küste zu finden sind.
Wir verbringen eine wunderbare Zeit in der Mason Bay und nach 18 Tagen brechen wir schließlich das Lager ab. Australien hat zu viel zu bieten und es liegen noch schöne und interessante Ziele vor uns.
So der Küstenabschnitt bis Esperance. Wunderschöne einsame Strände mit vereinzelten kleinen Campingplätzen laden zum Verweilen ein. So schön wie sie sind, wir können nicht an jedem Strand bleiben und schauen sie uns nur kurz an.
Impressionen
- Stirling Range NP
- Blick vom Central Lookout, Stirling Range NP
- Stirling Range NP
- Waychinicup NP
- New Holland Honeyeater, Waychinicup NP
- King Skink, Waychinicup NP
- Ein Huntsman Spider kommt wieder zu Besuch auf unseren Tisch, Waychinicup NP
- Rosenberg Monitor, Waychinicup NP
- Hui, der Hut fliegt weg bei dem Wind, Fitzgerald River NP
- …. Thomas hat ihn wieder
- Fitzgerald River NP
- Fitzgerald River NP
- Fitzgerald River NP
- Fitzgerald River NP
- Fitzgerald River NP
- Willie Wagtail, Mason Bay
- Spaziergang nach einer stürmischen Nacht, Mason Bay
- Mason Bay
- Der Swag, eine beliebte Schlafmöglichkeit der Australier, Mason Bay
- Silvereye, Mason Bay
- Annetts Vogelbad ist sehr beliebt, Silvereyes, Mason Bay
- Western Wattlebird, CP, Mason Bay
- Wir sind Maddy’s Nannies für ein paar Stunden, Mason Bay
- Mason Bay
- Eastern Osprey, Mason Bay
- Mason Bay
- Mason Bay
- Ron mit seinen Hunden, Mason Bay
- Christmas Tree, Hopetoun
- Australian Pied Oystercatcher, Mason Bay
- Waren gleich 2 kleine Skorpione unter dem Zelt, Mason Bay
- Was die Natur so alles schafft, Stokes Inlet
- Banksia Blüte, Quagi Beach
- Quagi Beach
Veröffentlicht am 6. Januar 2019, in 2018, 2019, Western Australia. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.


























































































Hallöchen ihr beide,
mit unserem geplanten Telefonat wird es schon irgendwann klappen… Die Fotos sind faszinierend und ich glaube, ihr erlebt einige und abwechslungsreiche Abenteuer. Danke, dass ihr hier immer so fleißig seid.
LG Heike
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ganz bestimmt, wir müssen dran bleiben.
Warte auf den post von Esperance und die Bilder ……
Danke Danke und liebe Grüße
Susi und Thomas
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Hallo ihr zwei Weltenbummler,
ein wunderschönes Fleckchen Erde. Der weiße Sandstrand u. die Delphine sind super.
Wir versinken gerade im Schnee.
Noch eine spannende Weiterreise.
LG Petra mit Peter
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Hallo Ihr treue Seelen,
wir freuen uns sehr und finden es phantastisch wie Ihr und alle zusammen den Blog verfolgen.
Nach dem Schnee folgt bei Euch die Kälte. Können Euch gerne von unseren 46 Grad hier in Murray Bridge ein paar Grade abgeben.
Herzlichst Susi und Thomas
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Hallo ihr zwei,
bei uns ist inzwischen tiefer Winter, draussen schneit es seit 2 Tagen und dann diese herrlichen Bilder von weissen Stränden und Sonne! Da werde ich schon ein bisschen neidisch. Wie riesig dieses Australien ist und wie vielfältig, und wie mir scheint, immer wenig Menschen. Die Banksiablüte erinnert mich ein bisschen an die Bromelien aus Südafrika – toll.
Euch noch ein gutes neues Jahr, immer Sand unter den Rädern und wenig Giftschlagen.
Liebe Grüsse Irina
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Liebe Irina,
alles hat seine schönen Seiten auch der Schnee mit seinen Aktivitäten.
Sind Angsthasen und vermeiden es am Strand mit Blue zu fahren. Wollen nicht stecken bleiben und sind nicht die Profis. Reizen täte es dagegen schon, besonders Thomas.
Danke für die lieben Wünsche und immer einen Schal zur Hand.
Liebe Grüße Susi und Thomas
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