Melbourne und Küste
Nach getaner Arbeit …

… wird die Gegend um Myrtleford erkundet. Zu Fuß erreichen wir den Flussabschnitt des Buffalo Rivers, der zu einem erfrischenden Bad einlädt.
Snowy bringt uns zu dem Buffalo Stausee in der Nähe. Hier wird der Buffalo River gestaut und am Wasser finden wir einen schön angelegten Badebereich mit wenigen Besuchern, wo der Tag angenehm verbracht werden kann.
In Myrtleford einem kleinen Städtchen bummeln wir durch die Straßen, lassen uns einen Kaffee schmecken und entdecken ein skurriles Geschäft, in dem es Antiquitäten der Welt und eine Vielzahl unterschiedlicher Dinge zu bestaunen oder kaufen gibt.





OP Shop kaufen wir für Susi ein Flanellhemd und für Thomas eine warme Schlafanzughose, damit die Frostbeule die Nacht wärmer verbringen kann.
OP Shops findet man in ganz Australien, wo gebrauchte Waren von Geschirr, Garderobe, Büchern, Schuhen, Elektroartikeln und viel mehr aus unterschiedlichen Quellen angeboten werden. Die Geschäfte operieren auf einer Zero-Profit Basis, die Angestellten arbeiten auf Volontär-Basis und die Preise sind dementsprechend. Der Erlös geht an gemeinnützige Zwecke. Wir zahlen für unsere schönen Sachen lediglich 5,- €.
Auf unserem Campingplatz; Nug Nug genannt, herrscht eine kameradschaftliche Atmosphäre. Viele Familien aus der Umgebung verbringen seit Jahren ihren Urlaub auf dem Platz und kennen sich. Die Kids haben ihren Spaß und rasen auf ihren Bikes auf den Straßen den Campingplatzes herum. Wir sind mittendrin und werden freundlich in der Gemeinschaft aufgenommen.

Nach der gemütlichen Ruhe bei Myrtleford geht es zum multikulturellen Zentrum Victorias, nach Melbourne. Eine Stadt mit 5,2 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 10.000 km². München wirkt im Vergleich mit seinen 1,5 Millionen Einwohnern und 310 km² bescheiden. Und nicht nur das, in der riesigen Innenstadt pulsiert das Leben an allen Ecken und Enden. Bürogebäude, Shoppingmalls, Wolkenkratzer, Cafés, Restaurants, Museen, Theater, Nachtleben ….
Zahlreiche Grünanlagen laden zum Verweilen ein und wir beschränken unsere Aktivitäten auf die Innenstadt während des Tages. Die nächtlichen Vergnügen überlassen wir der jüngeren Generation.

















Susi nimmt ihren ersten Flug zum sechswöchigen Spritzintervall nach Adelaide um dort, die in Deutschland begonnene Hyposensibilisierung gegen die Wespenallergie fortzusetzen.
Bei der Abholung von Personen an Flughäfen ist es immer schwer zu planen, wann man mit dem Auto in der Pick up Zone sein soll, da man dort meist nicht parken darf.
Melbourne hat für dieses Problem eine praktische Lösung gefunden. Ungefähr 1 km vor der Pick up Zone kann Thomas maximal 1 Stunde auf dem Waiting Parkplatz kostenfrei parken und nach Susis Nachricht ist er innerhalb kürzester Fahrzeit bei Susi und wir fahren nach dem langen Tag im Dunklen müde zu unserem Camp.

Da die Campingplätze der Stadt so gut wie keine Zelte erlauben, schlagen wir im Scouts Camp außerhalb der Stadt unser Lager auf. Die regelmäßige Zugverbindung bringt uns von dort stressfrei in die Innenstadt. Zur Benutzung des Melbourner öffentlichen Verkehrssystems bedarf einer sogenannten myki card in Scheckformat. Unsere vor 6 Jahren erworbenen Karten waren nicht mehr gültig und wir benötigten neue Karten. Waren sehr verwundert, dass die sich noch auf den alten Karte befindenden Guthaben auf die neue Karte übertragen wurden, und das nach 6 Jahren. Auch über die Preise des Systems können wir nur die Augen reiben. 7,- € kostet der Tagespass, der es erlaubt jedes Verkehrssystem des riesigen Netzes zu nutzen. Unsere Station liegt z.B. 50 km außerhalb der Innenstadt. Auch ist das öffentliche Verkehrssystem in der Innenstadt umsonst.
Auf diese Art und Weise macht es Spaß, das System in den sauberen und pünktlichen Verkehrsmitteln zu nutzen.




3 Tage Großstadttreiben reichen uns und im Tarra-Bulga NP finden wir ruhigere Gefilde. Die Besonderheit des Parks sind alte Vegetationszonen, die schon zu prähistorischen Zeiten den ganzen Osten Australiens umfassten. Zahlreiche mystische Wanderwege führen durch einen Regenwald mit Farnbäumen, alten Myrtlebäumen und Eukalyptusbäumen, die bis zu 80 Meter Höhe erreichen.







Der Huntsman wächst handtellergroß und zählt zu den geliebten Tieren Australiens, den Spinnen. Bei der Abreise aus Melbourne auf dem Highway krabbelte doch glatt ein Huntsman, zum Glück außen die Windschutzscheibe hoch. Thomas der Fahrer bleibt cool und die Spinne verschwindet auf dem Autodach. Dachten der Fahrtwind weht ihn davon, doch 3 Tage später, hatten ihn schon längst vergessen, öffnet Susi die Autotür und wer sitzt auf der Innenseite der Tür? Der Huntsman, wahrscheinlich der von vor 3 Tagen. Susi wird nervös, findet dennoch den Mut ein Foto zu machen, bevor Thomas ihn mit dem Handtuch auf die Wiese wischt und er ward nicht mehr gesehen. Dachten wir. Ne Stunde später sitzt Thomas im Windschatten von Snowy im Stuhl, liest, und wer sitzt plötzlich auf der Jeans von Thomas, unser Huntsman. Irgendwann ist Schluss mit lustig und diesen Zug überlebt der Huntsman nicht. Die Jungs, so lernen wir sind ziemlich ortstreu. Dabei ist der Huntsman weder giftig noch aggressiv, nur groß. Doch wir sind über seine Nähe not amused. Die Kerle haben es eh nicht leicht, Feinde wie Reptilien, Vögel, Menschen …. überall.


Zwei Monate auf der Straße und noch kein Meer. Das ändert sich bei Port Albert, wo es leckeren Fisch & Chips mit schöner Aussicht gibt. An sich wollen wir in der Gegend ein paar Tage verbringen, doch der mangelnde Schatten lässt nur einen kurzen Besuch zu und auf dem Waldplatz im Landesinneren finden wir eine lebendige Alternative. Kaum schlagen wir unser Lager auf, besucht uns eine neugierige Bande King Parrots. Zutraulich sitzen sie auf dem Autodach und hoffen auf ein paar Leckerlis, die sie von uns nicht erhalten.












Jetzt haben wir uns vom Startpunkt in Adelaide noch nicht so weit entfernt und kommen aufgrund der Vielzahl interessanter Punkte weiterhin nur langsam voran.
Wie Perlen reihen sich die Campingmöglichkeiten entlang des Ninety-Miles Beach. Geschützt hinter Dünen unter Bäumen, wählen wir einen der Plätze. Das Meer vor unserer Nase mit seinen ewig langen einsamen Sandstränden lädt zu langen Spaziergängen ein.





Die Lagune hinter dem Ninety Miles Beach und dem The Lakes NP ist mit seinem Städtchen Loch Sport und Camps lieblicher und auch dort bleiben wir, bevor es nach Nowa Nowa auf einen wirtschaftlich geführten Campingplatz mit Duschen, Wasser und Strom geht.







The Lakes National Park
Impressionen



































Veröffentlicht am 4. Februar 2026, in 2026, Victoria. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.
Hallo Ihr Zwei
super Bilder, bis auf euren treuen Huntsman;-)… die Sommerbilder machen ein bisserl neidisch aber Ihr habt’s auf alle Fälle eine tolle Reise!
Weiter viel Spaß und bleibt’s gesund!
Liebe Grüße
Alexandra und Robert
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….. super schöne Fotos nicht nur von den unheimlichen beeindruckenden Farnbäumen.
die Papageien sind super schön. Der ausgewachsene Vogel war doch um einiges größer als meine Blaustirn Amazone Tweety. Saß aber genauso wie mein Papagei, auch auf den Schuhen, wenn ich auf der Couch gesessen bin.
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We are enjoying your blog, keep adventuring, we meet up soon. All the best, Peter and Narelle.
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