Küste nach Esperance und Bäume die zum Himmel wachsen

Rocky besucht uns und ist auch schon ganz nass, Bushlands caravan park, Esperance

Für den Abschnitt der Reise hatten wir bereits kältere Temperaturen und weniger Sonnenschein erwartet. Das es dann gleich so ungemütlich wird, hatten wir nicht erwartet. Nach den 2 Tagen mit schönem Wetter in Esperance regnet es nun 5 Tage lang und die Temperaturen gehen in den Keller.
Zum Glück hat der Campingplatz eine Camp Kitchen, die Sonne lässt sich manchmal blicken, lädt zu kleinen Exkursionen in die Umgebung ein und so verbringen wir eine einigermaßen angenehme Zeit.

 
Bushlands caravan park, Esperance

Whale Tail Sculpture, Esperance
Line Dance an der Whale Tail Sculpture, Esperance
Strand bei Esperance
Küste Esperance

Auch der längste Regen hört irgendwann auf und wir können die Reise entlang der Küste nach Mason Bay fortsetzen. Hatten vor 6 Jahren dort über Weihnachten 2 schöne Wochen mit nettem australischen Familienanschluss verbracht. Dieses Mal ist der Campingplatz fast leer und auf den an sich schönen Stränden gehen wir dieses mal unter Wolken und mit langer Hose.

Campingplatz Mason Bay
Seeweed an der Küste, Mason Bay
Great Cormorant, Mason Bay
Portugiesische Galeere,
ernährt sich u.a von kleinen Fischen, lähmt sie mit Nesselgift an Tentakeln
Morgenstimmung, Mason Bay
Anschließend kommt der Fitzgerald River NP. Auf seinen 300.000 ha fühlen sich eine Vielzahl von Pflanzen (1.700 Spezies), Säugetiere, Reptilien, Frösche und Vögel wohl. Viele Teile des Parks sind nicht erschlossen und stehen unter strengem Schutz der nationalen und internationalen Wissenschaft. Es begann mit Blitzeinschlägen am 16. Januar 2026 während der großen Sommerhitze in Westaustralien. Die Einschläge lösten Brände aus, die durch die Region des Fitzgerald River NP wüteten und etwa 173.000 Hektar niederbrannten – mehr als die Hälfte des Nationalparks. Am Hamersly Inlet streifen wir durch einen winzig kleinen Teil des Parks und staunen mal wieder über die mächtige Natur.
Auf dem Weg zum Fitzgerald River NP
Fitzgerald River NP
Fitzgerald River NP
Hamersley Inlet, Fitzgerald River NP
Fitzgerald River NP

Sehen viele Blüten im Fitzgerald Nationalpark

Wieder zurück in der Zivilisation kümmern wir uns um die Reparatur von Snowy und erfahren, dass die Toyota Werkstatt die Reparatur nicht durchführt, so dass wir nach Alternativen Ausschau halten müssen. Diese finden wir in Narrogin, einer Stadt auf unserem Weg, wo Narrogin Smash Car Repair sich der Angelegenheit annehmen will. Brad, der Inhaber muss nur Snowy live untersuchen, bevor er den Auftrag annimmt. Dafür weichen wir mal wieder von unserer Route ab und fahren gleich nach dem Telefongespräch die 200 km hoch nach Narrogin im Landesinneren. Brad bestätigt, dass lediglich die Bullbar ausgetauscht werden muss, sonst kein weiterer Schaden entstanden ist und seine Vorbereitungszeit 2 – 3 Wochen dauert. Zuerst muss er einen Kostenvoranschlag schreiben, danach auf das o.k. der Toyota Versicherung warten, um mit dem Job anfangen zu können. Die Bullbar selbst muss auch noch bestellt und geliefert werden. Zeitlich scharf kalkuliert glaubt er, dass er die Vorbereitungen in 1 ½ Wochen abschließen kann und er dann noch 3 Tage für die Reparatur und Lackarbeiten benötigt. Sind froh endlich eine Lösung für das Problem gefunden zu haben und akzeptieren, dass wir eine Woche unserer geplanten Fahrt durch den Süd-Westen kappen müssen. Bei den kalten Temperaturen von 18 Grad tagsüber und nachts weit unter 10 Grad, dazu den täglichen Regen mit Wind, macht es eh weniger Spaß im Campingstuhl am Campingplatz zu sitzen und die Natur zu genießen.

Zurück an der Küste lässt sich die Sonne häufiger blicken, was den Waychinicup NP noch schöner erscheinen lässt. Der winzige Campingplatz mit seinen walk in Campingplätzen erfordert eine andere Logistik. Snowy mit seinem Inhalt steht nicht wie gewohnt bei uns, sondern bleibt auf dem Parkplatz und wir tragen die gesamte Ausrüstung erst einmal 80 Meter auf einem schmalen Weg zwischen Büschen zum Platz. Der entschädigt uns sofort mit seiner Abgeschiedenheit und herrlichen Aussicht in den Fjord. Granitblöcke und die S-Form der Bucht lassen die Kraft des Meeres draußen, die Wellen brechen an den Felsen und dahinter ist ruhiges Wasser. Delfine kennen die Bucht und besuchen sie gerne zum Fischfang. Mit ein wenig Glück sehen wir sogar ihre Rückenflossen.
Waychinicup NP
Waychinicup NP
Waychinicup NP
Delfine in der Bucht, Waychinicup NP
Bekommen abends Besuch von Western Ringtail possums, Waychinicup NP
Quenda oder auch genannt southwestern brown bandicoot besucht uns
Wohl etwas windig, White-faced Heron, Waychinicup NP
Die Gegend von Albany nach Bunbury, alles unterhalb Perth, unterscheidet sich vom Rest Western Australia. Sie ist sehr grün und der Besucher findet Weingüter, landwirtschaftliche Flächen, nette kleine Städtchen, Wälder mit Flüssen, Seen und herrliche Küstenabschnitte sind natürlich auch dabei.
The Gap, Albany
The Gap, Albany
The Gap, Albany
The Gap, Albany
Natural Bridge bei The Gap, Albany
Gleich hinter Albany bleiben wir dem Meer treu und kommen zum Greens Poole, eine wunderschöne türkisfarbene Bucht mit Granitformationen und weißem Sandstrand. Die Sonne scheint, die Temperaturen erreichen die 20° und das Wasser misst lediglich 17° und mit ein wenig Selbstmotivation geht’s rein ins kalte Vergnügen.
Greens Pool
Greens Pool
Greens Pool
brrr ist das kalt, Greens Pool
Greens Pool

Christal Springs Campground nähe Walpole
Laughing kookaburra, Christal Springs Campground
Hier liegt auch der Tree Top Walk. In luftiger Höhe führt der Stahlweg durch die Baumwipfel der Karri Bäume. Die Wälder faszinieren uns Menschen und wir lieben sie zu oft zu Tode. Vor Jahren fuhren Besucher mit dem Auto durch die Riesen Eukalyptusbäume hindurch, nur um Fotos zu machen. Die Verdichtung des Bodens führte dazu, dass Bäume abstarben und auch zum Schutz baute man den Tree Top Trail und die Wege am Boden sind heute alle angelegt, so dass die Schäden minimiert werden.
Valley of the Giants, Tree Top Walk, Walpole-Normalup NP
Tree Top Walk, 40m hoch, 600m lang
Tree Top Walk
Tree Top Walk
Tree Top Walk
Tree Top Walk
Tingle Tree, Ancient Empire Walk, Valley of the Giants
Ancient Empire Walk, Valley of the Giants
Ancient Empire Walk, Valley of the Giants
Ancient Empire Walk, Valley of the Giants
25 Schülerinnen und Betreuer erwarten uns am Christal Springs Campground nach der Tour
Besuchen den Art Trail, Walpole Wilderness Discovery Swarbrick
Swarbrick Art Trail
The Ghost Feather, Swarbrick Art Trail
The Ghost Feather, Swarbrick Art Trail
Im Mount Frankland NP ragt ein großer Granitfelsen aus den Wäldern. Er wurde früher als Fire Lookout genutzt und heute erklimmen ihn Wanderer und genießen die Aussicht.
Towerman’s Hut, Mt Frankland NP
Towerman’s Hut, Mt Frankland NP
Towerman’s Hut, Mt Frankland NP
Aufstieg zum Mt Frankland summit, Mt Frankland NP
Aufstieg zum Mt Frankland summit, Mt Frankland NP
Aufstieg zum Mt Frankland summit, Mt Frankland NP
Mt Frankland summit, Mt Frankland NP
Mt Frankland summit, Mt Frankland NP
Mt Frankland Wilderness Lookout, Mt Frankland NP

Beim Warren NP kommen wir zu den Fire Lookout Bäumen. Über in den Baum geschlagene Eisenstangen erklommen die fire watcher den Baum, um auf einer Plattform in schwindelnder Höhe den Horizont auf Anzeichen von Rauch abzusuchen. Mit Fortschritt der Technik wurden die Bäume nicht mehr genutzt und eine Zeit lang durften Mutige die Plattformen des Gloucester Tree (53 m), Dave Evans Bicentennial Tree (68 m) und des Diamond Tree (51 m) erklimmen. Mit der Zeit stellte man fest, dass sich die Stangen lockerten und aus Sicherheitsgründen wurde die Besteigung vor ein paar Jahren eingestellt. Beim Dave Evans Bicentennial Tree ist es noch sicher ein wenig hinaufzuklettern.
Diamond Tree (51 m), errichtet 1941
Diamond Tree
Gloucester Tree, (53 m)
Fairy Wren, Gloucester Tree
Dave Evans Bicentennial Tree (68 m)
Dave Evans Bicentennial Tree
Bei Margaret River durchziehen zahlreiche Höhlen das Kalksteingebiet. Viele sind für die Öffentlichkeit zugänglich und wir entscheiden uns für die Mammoth Cave mit ihrer enormen Größe. Unter Wissenschaftlern ist die Höhle auch wegen ihrer Fossilienfunde berühmt. So fand man u.a. das Skelette vom Zygomaturus, einem riesigen Wombat ähnlichem Tier und Knochen des Riesenkängurus. Dem Weg durch die riesige Höhle folgend erfahren wir über den Kopfhörer die Erklärungen zu den einzelnen Besonderheiten und bestaunen die imposante Höhle.

Eingang zur Lake Cave, Leeuwin-Naturaliste NP
Bei Margaret River durchziehen zahlreiche Höhlen das Kalksteingebiet. Viele sind für die Öffentlichkeit zugänglich und wir entscheiden uns für die Mammoth Cave mit ihrer enormen Größe. Unter Wissenschaftlern ist die Höhle auch wegen ihrer Fossilienfunde berühmt. So fand man u.a. das Skelette vom Zygomaturus, einem riesigen Wombat ähnlichem Tier und Knochen des Riesenkängurus.
Mit Kopfhörer ausgerüstet zur Mammoth Cave, Leeuwin-Naturaliste NP

Eingang zur Mammoth Cave
Mammoth Cave, Leeuwin-Naturaliste NP
Mammoth Cave, Leeuwin-Naturaliste NP
Mammoth Cave, Leeuwin-Naturaliste NP
Mammoth Cave, Leeuwin-Naturaliste NP
160 Stufen führen nach oben, Mammoth Cave, Leeuwin-Naturaliste NP

In Bunbury hoffen wir auf den Besuch der Delphine in die Bucht, doch ist das Glück nicht mit uns. Besonders in der Sommerzeit kommen sie regelmäßig ganz nah an den Strand und schwimmen dem Besucher im Wasser stehend um die Füße herum.
Bunbury
Über den Wellington NP mit seinen vorwitzigen Ringneck Parrots geht es zur Reparatur von Snowy nach Narrogin.
Wellington Reservoir, Wellington NP
Nanu, wer ist denn da?
Twenty Eight Parrot ♂
Twenty Eight Parrot ♀ beim Camp, Wellington NP
Kein Wunder, dass die Vögel zutraulich sind
Werden zum Aufwärmen eingeladen, Potters Gorge Camp, Wellington NP
Wir bekommen Holz von unseren Nachbarn die abreisen, Potters Gorge Camp

Wir wählten Narrogin bewusst aus, da dort die Familien leben mit denen wir 2018 Weihnachten in Mason Bay verbrachten und sie gerne wieder sehen wollen. Problem ist, dass wir für die Zeit der Reparatur heimatlos sind, da unsere ganze Ausrüstung in der Werkstatt ist, die Temperaturen weiter im Keller sind und wir eine Unterkunft mit Dach benötigen. Finden Sie im New Cornwall Hotel.

Narrogin

Bei der vereinbarten Abgabe von Snowy um 8.00 Uhr am Mittwoch bei Narrogin Smash Repairs ist Brad nicht sehr optimistisch den vereinbarten Fertigstellungs-Termin einhalten zu können. Die bestellte neue Bullbar ist noch nicht da, so ganz sicher ist er nicht, dass sie auch passt und verspricht alles zu tun um den Termin dennoch einzuhalten.
Narrogin Smash Repairs

Annette und Eric, eines der Pärchen welches wir in Mason Bay kennenlernten holt uns von der Werkstatt ab und fahren zu Ihnen. Freuen uns alle riesig uns wieder zu sehen und drücken uns lang. Joan und Graham, das andere Paar hat sich eine Erkältung zugezogen und liegen beide im Bett. Das ist sehr schade, da wir es geschafft haben nach 6 Jahren in ihre Heimatstadt zu kommen und wir uns nun nicht sehen können. Die beiden fühlen genauso. Annette und Eric kümmern sich rührend um uns und verbringen den ganzen Tag bei Ihnen. Leben in einem netten Haus, es geht ihnen gut und fühlen sich wohl in Narrogin.
Eric mit Coco und Molly, Annette mit Bagel von der Nachbarin
Cabanas Coffee, Narrogin
Ausflug nach Cuballing
Das Pferd hat Annettes Sohn Tim gebaut, Cuballing
Das riesige New Cornwall Hotel klingt nur dem Namen nach neu und ist bereits 120 Jahre alt. Momentan führt es Rupi, ein Inder mit seiner Familie. Unten ist die Bar mit Billardtischen, Darts und Restaurant. Oben liegen die Zimmer, die nicht dem neuesten Standard entsprechen und man sieht ihnen die Jahre an. Dennoch hat das Hotel seinen Charme mit dem großen Balkon vor dem Zimmer und auch wegen der Klimaanlage, die das Zimmer schön wärmt. Draußen gehen die Temperaturen nachts oft bis zum Gefrierpunkt runter. Im Restaurant finden täglich andere Treffen statt, (Billardturnier, Treff der Sanitäter zum Darts …) das Essen ist lecker und der Raum ist jeden Abend lebendig.
Billardtraining im Corni
Leckere Indische Küche bei Entertainment im Corni

Annette und Eric spielen 2 x in der Woche im Seniorenheim Indoor Bias Bowls. Laden uns ein entweder zuzuschauen oder mitzumachen und folgen gerne. Klar, dass wir mitspielen und nachdem wir die Regeln verstanden haben, waren wir gar nicht so schlecht für Anfänger. Das listige an dem Spiel ist, dass der Ball nach dem Wurf am Boden nicht einer geraden Linie folgt, sondern einen Bogen nach einer Seite macht. Daneben ist das Spiel ein gesellschaftliches Event. Die ca. 20 älteren Teilnehmer haben Ihren Spaß, die Spieler bewegen und bücken sich, müssen sich konzentrieren und zwischen den Spielen gibt es eine Teepause mit Ratsch. Wer gewinnt ist nicht entscheidend, der eine ist besser, der andere weniger, manche sind nicht mehr ganz so beweglich, andere schauen nur zu und nach 2 Stunden geht jeder wieder seiner Wege.
2 Indoor Bowl Spielfelder
Bowl mit Markierung, in welche Richtung der Ball geht
Es wird noch Abgestimmt im Team
Susi ist dran
Jetzt Thomas

Am Freitag wird es spannend für uns, hält Brad den Termin ein, müssen wir noch länger warten oder tauchen neue Schwierigkeiten auf. Wir haben Glück und Brad ist zuverlässig. Die Bullbar kam zwar erst am Donnerstag doch gab er Gas und ersetzte die Bullbar innerhalb von nur 2 Tagen. Abends holen wir Snowy ab und wie schon die anderen male kam er gewachsen aus der Werkstatt heraus. Die neue Bullbar sieht gut aus und wir sind froh unseren Snowy wieder zu haben. Zur Feier des Tages treffen wir uns abends mit Annette und Eric und essen gemeinsam im Corni, wie Einheimische das alte Hotel liebevoll nennen.

Snowy glänzt mit der neuen Bullbar

Nach 6 Nächten im Corni brechen wir unsere Zelte in dem kleinen Städtchen ab und fahren weiter nach Perth.

Zuvor schauen wir noch bei Joan und Graeme, dem kranken Pärchen vorbei und begrüßen und verabschieden uns mit Abstand über den Gartenzaun.
Joan und Graeme in Mason Bay vor 6 Jahren

Impressionen

Veröffentlicht am 23. Mai 2026, in 2026, Western Australia. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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