Das rote Zentrum

Um Alice Springs liegen die MacDonnell Ranges, eine 300 km lange Gebirgskette im australischen Outback mit roten Felsen, Canyons, Wasserlöchern und tollen Wanderwegen. Wir erkunden die interessanteren Westlichen Ranges und lassen die im Osten aus.

Nachdem die Bergkette vor ca. 350 Mio. Jahren durch Anhebung der Erdkruste das Erdlicht erblickte, setzt ihnen seitdem die Erosion zu und es entstanden die beeindruckenden Schluchten, die wir nun bestaunen können. Simpsons Gab erwandern wir am ersten Tag entlang eines Bachbetts und erreichen die Schlucht mit ihrem eiskaltem Wasser.

Simpsons Gap, West MacDonell NP
Simpsons Gap, West MacDonell NP
Simpsons Gap, West MacDonell NP

Am Hugh River finden wir ein ausgesprochen uriges Camp im Flussbecken, wo man bei starken Regenfällen besser nicht sein sollte.

Hugh River, West MacDonell NP
Camp am Hugh River, West MacDonell NP
Wir sind nicht die einzigen Camper, Hugh River, West MacDonell NP

Die gesamte West MacDonnell Range kann entlang des 223 km langen Larapinta Trails begangen werden. Sehen zahlreiche Wanderer, die mit ihren schweren Rucksäcken Teilstrecken oder die gesamte Länge des Trails gegen. Zollen ihnen Respekt bei den Temperaturen von über 30.°

Es folgen das Ellery Creek Big Hole, die Serpentine Gorge, Redbank Gorge und in der Nähe der schönen Ormiston Gorge finden wir am Finke River unter einem mächtigen alten Eukalyptus Baum einen schattigen Platz zum Campen. Den Schatten benötigen wir meist gar nicht, wie sich herausstellt, da die nächsten 3 Tage bewölkt und regnerisch sind.

Die Natur auf der ganzen Strecke ist wieder beeindruckend. Sehen Felsen Kängurus, Guanas, Papageien, Habichte, oder eine besondere Art von Reihern.

Ellery Creek Big Hole, West MacDonell NP
Serpentine Gorge, West MacDonell NP
Ochre Pits, West MacDonell NP
Ochre Pits, West MacDonell NP
Ochre Pits, West MacDonell NP
Ochre Pits, West MacDonell NP
Ochre Pits, West MacDonell NP
Ochre Pits, West MacDonell NP
Ormiston Gorge, West MacDonell NP
Ormiston Gorge, West MacDonell NP
Jugendlicher Nankeen Night-Heron, Ormiston Gorge, West MacDonell NP
Ormiston Gorge, West MacDonell NP
Perentie Goanna, Ormiston Gorge, West MacDonell NP
Australian Ringneck, Ormiston Gorge, West MacDonell NP
Glen Helen, West MacDonell NP
Redbank Gorge, West MacDonell NP
Redbank Gorge, West MacDonell NP
Redbank Gorge, West MacDonell NP
Central Australian Rock-wallaby, Redbank Gorge, West MacDonell NP
Finke River, West MacDonell NP
Finke River, West MacDonell NP
Finke River, West MacDonell NP
Finke River, West MacDonell NP


Auch wegen des anstehenden 150 km langen Mereenie Drives, einer Schotterpiste in variablem Zustand müssen wir warten, bis der Regen nachlässt und die Straße ein wenig abgetrocknet ist. Zum Glück befindet er sich, als wir ihn befahren, in einem passablem Zustand. Kein Vergleich zu damals vor 10 Jahren, wo die Bodenwellen riesig waren. Die Fahrt durch die hügelige Landschaft macht richtig Spaß und wird noch durch zahlreiche wildlebende Brumbies am Straßenrand versüßt. Die Wäsche in Alice sieht man Snowy nach der Fahrt über die teilweise noch nasse Piste nicht mehr an.

Mereenie Drive
Mereenie Drive
Brumbies, Mereenie Drive
Brumbies, Mereenie Drive
Camp am Ginty’s Lookout, Mereenie Drive
Camp am Ginty’s Lookout, Mereenie Drive


Der Kings Canyon liegt im Watarrka NP. Mit seiner imposanten Schlucht ist er bekannt unter Touristen und dementsprechend deutlich voller als die MacDonnell Ranges. Kein Wunder bei dem Canyon mit seinem roten Gestein und im Kontrast dazu der Garden of Eden, eine schattige grüne Oase mit permanentem Wasser. Holztreppen an der Felswand führen zu ihm runter und auf der anderen Seite wieder nach oben. Erkunden den Canyon auf dem 4 stündigen Rimwalk am oberen Rand des Canyons bei 30 Grad und sind froh als wir wieder zurück am Auto sind.

Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kurze Pause, Kings Canyon, Watarrka NP
Geschafft, Susi ist oben, Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Notrufsäule und Huberschrauberlandeplatz in der Nähe, Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Auf der anderen Seite, Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Garden of Eden, Kings Canyon, Watarrka NP
Pause bevor es wieder hoch geht, Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP
Kings Canyon, Watarrka NP

Wir nähern uns dem Top Highlight einer Australien Reise. Neben Sydney und dem Great Barrier Reef zählt er wahrscheinlich zu den bekanntesten und meist besuchtesten Orten Australiens.

Der Ayers Rock, offiziell Uluṟu-Kata Tjuṯa National Park genannt.

Der erste Blick auf Uluṟu und Kata Tjuṯa

Er wird gemeinsam von den traditionellen Aborigines-Eigentümern, den Aṉangu, und der australischen Bundesregierung verwaltet. Interessant ist, dass das Land den Aṉangu gehört, der laufenden Betrieb des Parks von der staatlichen Nationalparkverwaltung durchgeführt wird. Ein Verwaltungsrat, bestehend aus 8 traditionellen Eigentümern und 4 der Parkverwaltung bestimmen wie. Die Aṉangus haben somit die Mehrheit des Rates und sagen, wo die Reise hin geht.

Seit Oktober 2019 ist es z.B., beschlossen durch den Rat, verboten den Uluṟu zu besteigen. Auch war es vor 6 Jahren noch möglich die meisten Seiten des Uluṟus zu photographieren. Heute darf nur noch die Hälfte des Uluṟus aufgenommen bzw. gemalt werden. Der Grund ist, dass Sie für die Aṉangu heilig ist. Waren selbst überrascht, als wir von den Hintergründen erfuhren. Gut möglich, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und Restriktionen zunehmen.


Yulara, das riesige Resort mit Hotels, Apartments, CP, Restaurants liegt außerhalb des Parks und muss die jährliche Besucheranzahl von ca. 300.000 Personen fassen, von denen die meisten in der kühleren Zeit des Jahres kommen.

Yulara
Yulara
Gallery of Central Australia, Yulara
Gallery of Central Australia, Yulara
Campingplatz in Yulara
Yulara


Nach Bezahlung des Eintrittspreises von 50 € für uns beide steht uns der Park offen und beginnen mit der Umrundung des Uluṟus. Durch den Regen der letzten Tage sind die Wasserlöcher am Fuß des Felsen gefüllt und es muss ein Schauspiel gewesen sein, wie das Wasser die Felswände runterkam. Der 10 km lange Weg führt am Rand zu der einen oder anderen Wasserstelle, Malereien und schattigen Plätzen. Die Erosion grub faszinierende Eingrabungen in die Felswände und ihre unterschiedlichen Riffelungen, Gräben lassen uns immer wieder stoppen und bestaunen.

Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Singing Honeyeater, Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Der Aṉangu-Älteste und Uluru-Hüter Sammy Wilson am Uluṟu im Interview
Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Zebra Finches, Uluṟu
Zebra Finch, Uluṟu
The Brain, Bild von 2018, Uluṟu
Bild von 2018, Uluṟu


Zum Sonnenuntergang leuchtet er erneut in den unterschiedlichsten Rottönen. Auf dem eigens dafür angelegtem Parkplatz sammeln sich 1,5 h vor Sonnenuntergang die Menschen und bestaunen das Schauspiel Zur besseren Sicht klettern manche auf das Dach ihrer Autos. Es ist faszinierend, wie er in kurzen Zeitintervallen seine Farbe verändert und machen mehr Photos als wir sollten.

Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Ashley die Künstlerin, Uluṟu
Es ist noch nicht ganz fertig, Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu
Uluṟu


Noch nicht genug, Kata Tjuṯa (Olgas) wartet auch noch. 36 große Felskuppeln umfasst das Gebiet, welches mehr Raum für Wanderungen ermöglicht als der Uluṟu. Die höchste der Kuppeln ist der Mount Olga mit einer Höhe von 1.066 m. Zwischen den Kuppeln ist ein 7,5 km langer Wanderweg angelegt, der uns 4 Stunden durch eine schöne Landschaft führt. Auch hier ist über die Hälfte des Weges das Photographieren verboten.

Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa
EClaire Tsai u. Zin-Ting Shin mit Bild vom Uluru gestern gemalt, Kata Tjuṯa
EClaire Tsai u. Zin-Ting Shin, Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa
Kata Tjuṯa

2 Wochen halten wir uns in dem roten Zentrum auf und was wir sahen und erlebten war wieder beeindruckend. Mit Recht zählt insbesondere der Uluru mit Katja Tjuta zu den Attraktionen Australiens.

Langsam geht es nun wieder zurück nach Alice, wo Susis letzter Flug nach Adelaide zum Spritzen geht und die eine oder andere Überraschung auf uns wartet.


Impressionen

Veröffentlicht am 16. Oktober 2026, in 2026, Northern Territory. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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