Wyndham bis Darwin


Sharyn, die den Campingplatz in Wyndham alleine führt, machte daraus eine Oase in mitten der doch rauen Umgebung. Bäume spenden Schatten, die Duschen die reinste Wohltat und die Infrastruktur mit gemütlichen Sitzgelegenheiten und vorzüglich ausgestatteter Campkitchen sind ausgezeichnet. Nach der entbehrungsreichen Zeit auf der Gibb genießen wir den Ort und bleiben länger als gedacht. Neben der Berge von Wäsche und dem Blog bleibt Zeit zur Muße, dem Blick vom Five River Lookout und der Vogelbeobachtung im Perry Lagoons Conservation Park.

Red-winged Parrot, Campingplatz Wyndham
Campingplatz, Wyndham
Tawny Frogmouth, Campingplatz Wyndham
Warriu Park, Aboriginal spirit will always survive in this timeless, Wyndham
Warriu Park, Wyndham
Five Rivers Lookout, Wyndham
Five Rivers Lookout, Wyndham
Marlgu Billabong bei Wyndham
Brolga, Marlgu Billabong bei Wyndham
Brolga, Marlgu Billabong bei Wyndham
Marlgu Billabong bei Wyndham
Pied Heron, Marlgu Billabong bei Wyndham
Comb-crested Jacana, Marlgu Billabong bei Wyndham
Junger Pied Heron, Marlgu Billabong bei Wyndham


Für die Emma Gorge blieb uns nach der Überquerung des Pentecost Rivers keine Zeit und auf dem Weg zu den Bungle Bungle wandern wir zu der Gorge mit erfrischendem Bad.

Pool bei der Emma Gorge
Emma Gorge
Emma Gorge

Die Temperaturen begannen bereits gegen Ende der Gibb zu steigen und fallen seit dem nicht mehr. Hatten wir auf der Gibb noch tagsüber 30°C und nachts bis zu 10°C, liegen sie jetzt bei tagsüber 35°C und nachts 20°C. Einheimische erklären uns, dass dies die verfrühten Anzeichen der beginnenden Regenzeit sind, die ab Dezember zur vollen Blüte kommt.

Bei der Planung von Reiserouten orientiert man sich an den Klimatabellen vergangener Jahre. Dieses Jahr scheint es mehr Abweichungen davon zu geben, die letzte Regenzeit im Norden brachte intensivste Regenfälle, der Frühling im Süden war kälter und regnerischer als sonst und nun setzen die hohen Temperaturen zu unserem Leidwesen früher ein. Müssen uns darauf einstellen, daß die nächsten 3 Wochen, die wir im Norden Australiens verbringen, unangenehm warm sind.

Purnululu NP, früher als Bungle Bungle bekannt, zählt ebenfalls zu der langen Liste der UNESCO Weltnaturerben. Der Park muß erst über eine grottenschlechte Wellblechpiste erreicht werden und für die 53 Kilometer benötigen wir 4 Stunden.

Auf dem Weg zum Purnululu NP testen wie tief es ist
Auf dem Weg zum Purnululu NP
Auf dem Weg zum Purnululu NP

Schließlich sind wir da und was wir sehen, lässt die Fahrt schnell vergessen. Das Gebiet mit seinen grau-rot gestreiften Felsen, die tausenden aneinander liegenden Zuckerhüten ähneln, haben vor 350 Mio. Jahren ihren Ursprung. Damals lagerten sich unterschiedliche Sedimente ab, welche vor 70 Mio. Jahren nach oben gehoben wurden, wo seit dem Wind und Wasser das heute sichtbare Kunstwerk schufen.

Wir erkunden vom Rand auf angelegten Wegen einen klitzekleinen Teil des Wunderwerkes und bestaunen die Formationen, geschaffene Amphitheater, Pools und Canyons, die so eng sind, dass das Licht von oben kaum nach unten reicht.

Die ganze Dimension des riesigen Gebietes lässt sich am Besten von oben erkennen.

Purnunulu NP
Purnunulu NP
Purnunulu NP
Cathedral Gorge, Purnunulu NP
Cathedral Gorge, Purnunulu NP
Cathedral Gorge, Purnunulu NP
Cathedral Gorge, Purnunulu NP
Sportlich, Cathedral Gorge, Purnunulu NP
Piccaninny Creek, Purnunulu NP
Kungkalanayi Lookout, Purnunulu NP
Kungkalanayi Lookout, Purnunulu NP
Echidna Chasm, Purnululu NP
Echidna Chasm, Purnululu NP
Echidna Chasm, Purnululu NP
Echidna Chasm, Purnululu NP
Echidna Chasm, Purnululu NP

Australien, mit seinem Reichtum an wildlebenden Tieren führt dazu, daß sich viele durch eigene Fehler verletzen oder Bekanntschaft mit der unangenehmen Seite des Menschen machen. Sei es durch Autos oder dem Jagen der Tiere. Auch wir fuhren in der Zeit in Australien schon 2 Kängurus zu Tode. Susi prüfte jedes mal ob es ein Weibchen mit einem kleinen joey (junges Känguru) im Beutel war. Verteilt über das Land finden sich Tierauffangstationen oder Pflegestellen. Meist werden sie durch Spenden finanziert oder Privatpersonen kümmern sich um die Tiere. Susi wollte schon immer eine solche Station kennenlernen, doch hat sich bis jetzt dazu keine Gelegenheit ergeben.

In Kununurra erfahren wir, dass Mandy einen Kangaroo Haven führt und nutzen die Gelegenheit an einer Führung teilzunehmen.

Durch diese Anzeige sind wir aufmerksam geworden, Kangaroo Haven, Kununurra
Ein kleiner Emu, Stand von Mandy Kangaroo Haven, Kununurra

Mandy betreibt den Haven in und um ihr Privathaus. Hauptberuflich als Lehrerin tätig, begann sie vor 20 Jahren im Keinen mit der Pflege von Tieren. Über die Jahre entwickelte er sich zu einer bekannten Station, die ausschließlich durch die Einnahmen aus den Führungen und ihrem Engagement mit Volontären unterhalten wird. Ihr Engagement sprach sich herum und Menschen brachten ihr verletzte Adler, Emus, Schlangen, Vögel, sugar glyder (Kurzkopf Gleitbeutler), junge Kängurus und andere Arten. Oft wird sie angerufen und holt die Tiere auch ab. Die Küche ähnelt einem Kindergarten, im Laufstall im Beutel hängend, liegen X junge Kängurus und ein kleiner Emu flitzt um unsere Beine herum. Besonders die Kleinen benötigen eine intensive Betreuung, alle 2 Stunden müssen sie gesäugt werden und Mandy geht darin völlig auf und liebt was sie tut.

In Mandys Küche, Kangaroo Haven, Kununurra
In Mandys Küche, Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra

Von den Besuchern bekommt jeder ein junges joey im Beutel zusammen mit der Flasche in die Hand gedrückt und die Kleinen trinken hungrig. Viele von ihnen verloren ihre Mütter durch Kollisionen mit Autos oder Jäger. Mandy erklärt ausführlich wie man sich verhalten soll, kommt man selbst in so eine Situation. Neben der Entnahme aus dem Beutel, ist die erste Regel ihnen nie Milch zu geben, da sie die umbringen würde. Besser ist schwarzer Tee mit Honig gesüßt, bevor es zu professionellen Helfern kommt.

Mandy ist beeindruckend, Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra
Eine Verletzung am Bein, Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra
Ohne Worte, Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra

Draußen in speziellen Gehegen leben die anderen Tiere, bevor alle, wenn es die Verletzung zulässt, wieder in die Wildnis entlassen werden. Die kleine Python auf dem Arm ist dann für den einen oder anderen doch zu viel der guten Dinge.

Versorgungsraum, Kangaroo Haven, Kununurra
Von Mandy lernen wie viel, Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra
Junger Emu, Kangaroo Haven, Kununurra
Wedge-tailed eagle mit gebrochenen Flügeln, Kangaroo Haven, Kununurra
Wedge-tailed eagle, Kangaroo Haven, Kununurra
Tawny-Frogmouth, Kangaroo Haven, Kununurra
Tawny-Frogmouth, Kangaroo Haven, Kununurra
Blue-winged Kokaburra, Kangaroo Haven, Kununurra
Fühlt sich gut an die Python, Kangaroo Haven, Kununurra
Kangaroo Haven, Kununurra

Witzig sind die zwei riesigen Schweine, denen man den Genuss ansieht als einer der Besucher sie mit dem Wasserstrahl nass spritzt.

Auch diese Kolosse fühlen sich wohl und werden aufgepäppelt, Kangaroo Haven, Kununurra
Genießen die Dusche, Kangaroo Haven, Kununurra

Susi war nach dem Besuch hin und weg und schwärmte noch Tage von dem phantastischem Erlebnis.

Je höher die Temperaturen steigen, um so geringer fallen unsere Aktivitäten aus. Im Keep River NP mit seinem roten Fels, finden sich diverse Wanderungen. Andere gehen die Wege, doch wir halten uns zurück.

Keep River NP
Jarnem Campground, Keep River NP
Jarnem Campground, Keep River NP

Ein Erlebnis sind tausende von Flying Foxes, die im Halbdunklen über das Camp zur Futtersuche fliegen.

Aufmerksam wurden wir auf die Tiere erst durch das laute Schlagen Ihrer bis zu 1 Meter breiten Flügel. Tagsüber hängen die nachtaktiven Tiere oft in großen Kolonien kopfüber in Bäumen, um bei einsetzender Dämmerung zur Nahrungssuche nach Früchten, Blüten bzw. Nektar aufzubrechen. Ähnlich unserer Bienen sind sie durch die Bestäubung von Blüten für das australische Ökosystem sehr wichtig. Anders als viele unsere heimischen Fledermäuse orientieren sie sich dagegen hauptsächlich mit ihren großen Augen und dem Geruchssinn und nutzen keine Echoortung.

Flying Fox


Langsam nähern wir uns Darwin, dem nördlichsten Punkt der Reise. Die Edith Falls im Nitmiluk NP liegen auf dem Weg und der große See auch Plunge Pool genannt, mit dem Campingplatz davor, lädt zum Verweilen ein. Der Edith River ergießt sich über einen Wasserfall in das Becken und das Beste, Ranger erklärten es nach der Regenzeit als krokfrei. Zur Sicherheit liegt dennoch eine Krokfalle am Ufer bereit, sollte sich ein ungebetenes Saltie darin verirren, was unwahrscheinlich ist. Die Freshies dürfen drin bleiben und lassen uns in Ruhe. Die angenehmen Wassertemperaturen eingerahmt von rot leuchtenden Felswänden sind für Badende eine willkommene Abkühlung und wir schwimmen mehrmals täglich darin.

Krokodilfalle, Edith Falls Plunge Pool, Nitmiluk NP
Edith Falls Plunge Pool, Nitmiluk NP
Edith Falls Plunge Pool, Nitmiluk NP
Edith Falls Plunge Pool, Nitmiluk NP


Bei früh morgendlich angenehmen Temperaturen von 20°C gehen wir die Rundwanderung zu dem oberen Edith Fall, bevor sie mittags wieder die 35°C erklimmen.

Lookout auf den Edith Falls Plunge Pool, Nitmiluk NP
Upper Pool, Edith Falls, Nitmiluk NP
Upper Pool, Edith Falls, Nitmiluk NP
Upper Pool, Edith Falls, Nitmiluk NP


Weiter gehts zum Litchtfield NP, ein Park mit zahlreichen Wasserfällen, Gorges und Pools zum Schwimmen. Man merkt, dass es hier mehr Wasser gibt als an anderen Stellen Australiens und die Ballung von Wasserläufen zunimmt. Sehen uns einen Bruchteil der interessanten Orte an, bevor wir das Lager am Campingplatz des Wangi Falls aufschlagen und natürlich sofort im Pool mit seinen Wasserfällen landen. Die Pools stellen bei den Temperaturen eine willkommene Abkühlung dar und wir halten uns mehr in den Pools als auf den Wanderwegen auf.

Florence Falls, Litchfield NP
Tolmer Falls, Litchfield NP
Wangi Falls, Litchfield NP
Wangi Falls, Litchfield NP
Wangi Falls, Litchfield NP
Wangi Falls, Litchfield NP
Flying Foxes nähe Wangi Falls, Litchfield NP
Flying Foxes nähe Wangi Falls, Litchfield NP


Kurz vor Darwin liegen die Berry Spings, ein Eldorado für Ruhesuchende aus der nahe gelegenen Großstadt. Von natürlichen Quellen gespeist, ist das Wasser kristallklar und schimmert bläulich. Mehrere Pools, verbunden durch Wasserläufe bieten ideale Bedingungen für einen erholsamen Tag, auch durch die schön angelegten Grünanlagen mit ihren schattigen Wiesen. Wie so oft verlangt niemand für das Parken und Baden Geld, wie dies bei uns oft üblich ist. Schon im Zweiten Weltkrieg waren die Springs für die dort stationierten 100.000 Soldaten eine beliebte Freizeitanlage.

Berry Springs
Berry Springs
Berry Springs
Berry Springs
Berry Springs

Wir sind in Darwin, der nördlichsten Großstadt Australiens mit lediglich 150.000 Bewohnern auf ca. 2.000 km². Dementsprechend weit verzweigt ist die Stadt. Perth, die letzte Großstadt liegt 4.000 km im Südwesten. Ist schon verrückt, wie weit die Entfernungen hier sind. Tropischer als andere großen Städte Australiens, beschränken sich die Jahreszeiten auf die Trockenzeit und Regenzeit.

Am 25. Dezember 1974 traf Cyclone Tracy Darwin, welcher es nachhaltig prägte. Über 70 % der Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Darwin musste danach praktisch neu aufgebaut werden. Deshalb sieht die Stadt heute relativ modern aus, obwohl sie eine lange Geschichte hat.

Vom tropischen Oasis Tourist Park aus, erkunden wir die Stadt. Da das umgebende Wasser aufgrund der Krokodile zum Baden ungeeignet ist, legte die Stadt nahe des Zentrums am Meer eine künstliche Wasserlandschaft an, in der bedenkenlos gebadet werden kann. Große Becken umgeben von Grünanlagen laden zum Verweilen ein. Kulinarische Genüsse gibt es in vielfältigem Angebot und entscheiden uns für das Angebot auf der Jetty.

Oasis Tourist Park kurz vor Darwin
Visitor Center, Darwin
Darwin
Darwin
Supreme Court of the Northern Territory, Darwin
Mit dem Glasaufzug zur Darwin Waterfront
Darwin Wave Lagoon
Darwin Waterfront
Darwin Wave Lagoon
Darwin Wave Lagoon
Darwin Wave Lagoon
Stokes Hill Warf, Darwin
Stokes Hill Warf, Darwin
Stokes Hill Warf, Darwin
Fish & Chips, Stokes Hill Warf


Die Sonnenuntergänge Darwins sind spektakulär. Am Mindil Beach mit seinem Nachtmarkt und dem köstlichen Essen genießen wir und die Australier ihn. Gemütlich sitzen alle in den Grünanlagen oder am Strand in entspannter Atmosphäre.

Mindil Beach Sunset Market, Darwin
Mindil Beach Sunset Market, Darwin
Mindil Beach Sunset Market, Darwin
Mindil Beach Sunset Market, Darwin
Mindil Beach Sunset Market, Darwin
Mindil Beach Sunset Market, Darwin
Mindil Beach Sunset Market, Darwin


Wie üblich stehen auch wieder zahlreiche Erledigungen an. Snowy bekommt einen Satz neuer All Terrain Schühchen mit dickem Profil. Finden auch eine Antenne für die verlorene auf einer der Rüttelpisten und in der Werkstatt muß an der Bullbar eine lockere Lampe ausgetauscht und eine gerissene Metallplatte ersetzt werden. Der Blog steht natürlich auch an und Susi muss wieder in den sauren Apfel beißen und zum Spritzen nach Adelaide fliegen. Dementsprechend schnell vergehen die Tage, was vielleicht auch an der verzögerten Geschwindigkeit von uns liegt. Die Temperaturen mit der hohen Luftfeuchtigkeit fordern ihren Zoll.

Neue Reifen sind fällig, Darwin
Mit Vater (Pilot) und Sohn (Copilot) nach Adelaide
Stärkung für den Tag in Adelaide, Aturo Hotel Adelaide

Impressionen

Veröffentlicht am 8. September 2026, in 2026, Northern Territory, Western Australia. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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