Tom Price bis Broome

Unglaublich, nach den schönen Tagen vorher wecken uns morgens an dem tollen Camp bei Tom Price die Regentropfen auf dem Zelt. Und mal wieder packen wir ein nasses Zelt ein auf dem Weg zum Karijini NP. Der interessante Park ist sehr begehrt und die Campingplätze alle ausgebucht, so dass wir vor der Parkgrenze unterhalb des Mt. Bruce (1.235 m) dem zweithöchsten Berg Western Australia auf einem freien Platz campen.

Nick macht sich leckere Hamburger unter Mt. Bruce

 

Über den Tag hinweg regnet es sparsam, bevor es nachts richtig losgeht und uns morgens eine Schlammpartie erwartet. So schön der rote Sand im trockenen Zustand ist, wenn es regnet, klebt er wie Lehm an allem was mit ihm in Berührung kommt.

Matsch am Campingplatz
Klebt wie Hölle

Zumindest begrüßt uns blauer Himmel und der Besuch des Karijini NP kann los gehen. Sein Gestein zählt mit 2 Mrd. Jahren zu den ältesten auf Erden. Tektonische Bewegung der Erdplatten hoben es an und der sie damals noch bedeckende Ozean lagerte Schichten mit eisenhaltigem Material darauf ab, das später für die rote Farbe des Gesteins sorgte. Später schuf Erosion die Gorges, die uns heute mit ihrer Schönheit in den Bann ziehen.
Dales, Hancock, Geoffrey, Weano Gorge um nur ein paar zu nennen, können erwandert werden und locken mit glasklarem, meist kaltem Wasser oder spektakulären Aussichtspunkten.
Besuchen fast alle und am ersten Tag wandern wir durch die wunderschöne Kalamina Gorge.

Kalamina Falls Gorge (Nhamarrunha)
Kalamina Falls Gorge
Etwas rutschig, Kalamina Falls Gorge
Kalamina Falls Gorge
Kalamina Falls Gorge
Kalamina Falls Gorge
Kalamina Falls Gorge
Knox (Gorge) Lookout
Knox (Gorge) Lookout
Weano Gorge
Weano Gorge

In der Früh am schon ein wenig abgetrockneten Camp erfahren wir, dass eine Nacht im NP frei ist und nehmen den Platz dankend an, insbesondere da er an der Dales Gorge liegt und uns so die Fahrerei sparen können. Am Platz selbst werden wir vor Dingos gewarnt, die wahrscheinlich durch die verbotene Fütterung durch Camper angelockt wurden. Vom Campingplatz führt ein gut ausgebauter Weg hinab über Eisentreppen zur Dales Gorge, wo uns der Fortescue Fall und der bläulich schimmernde Fern Pool erwartet. Mit 18 Grad zählt er zu den wärmeren Gewässern und kaum das wir da sind geht es ab in die Fluten.

Umzug zum Dales Campground, Karijini NP
Fortescue Falls (Jubula)
Fortescue Falls
Auf dem Weg zum Fern Pool
Fern Pool (Jubura)
Fern Pool
Fern Pool

Zurück am Platz wundern wir uns über die rostbraunen Haare bei den Stühlen, die vorher noch nicht da waren. Der Camp Host bestätigt später, dass es Dingo Haare sind.

Oh, da war ein Dingo an unserem Camp, Dales Campground

Bei nur einer Nacht im Park geben wir Gas und genießen gleich anschließend die Wanderung an der Kante zur Dales Gorge im Licht der untergehenden Sonne. Mit den Haaren von Dingos achten wir besonders, dass der Kofferraum stets geschlossen ist und keine Lebensmittel draußen herumliegen. Sogar unsere Schuhe nehmen wir ausnahmsweise mit ins Zelt, da sie auch zur Beute der Dingos zählen.

Rim Walk, Dales Gorge
Rim Walk, Dales Gorge
Rim Walk, Dales Gorge
Rim Walk, Dales Gorge
Rim Walk, Dales Gorge
Rim Walk, Dales Gorge
Ende des Rim Walks der Circular Pool Lookout
Auf dem Weg zurück zum Campingplatz, beeindruckend diese Termitenbauten, Karijini NP
Termiten verschließen die Gänge

Am nächsten Tag lockt die Wanderung am Grund der Dales Gorge. Wieder geht es die Treppe hinab, wo uns unten durch die Regenfälle der letzten Zeit ein hoher Wasserstand erwartet. Der erschwert uns den Weg, der ähnlich der Kalamina Gorge über Steinplatten im Wasser oder entlang der steilen Felswand geht. Entscheiden schnell, dass unsere Sicherheit vor nassen Schuhen geht und wandern oft im Bachbett, anstatt an der Wand zu hängen. Sind ein wenig traurig , dass wir den Park danach verlassen und die Reise nach Newman fortsetzen.

Über die Fortescue Falls in die Dales Gorge
Wir lassen das Bad aus, Pool beim123 Fortescue Falls
Fortescue Falls
Dales Gorge
Dales Gorge
Dales Gorge
Achtung, nicht berühren. Asbest in dem Gestein, Dales Gorge
Asbest in dem Gestein, Dales Gorge
Dales Gorge

Das wiederum spektakuläre Straßencamp lässt uns den Abschied schnell vergessen und abends besucht uns sogar ein natürlich scheuer Dingo, der sofort das Weite sucht als wir ihn dazu auffordern.

Tolles Camp etwas rückversetzt zur Straße
Tolles Camp etwas rückversetzt zur Straße
Pied Butcherbird kommt ab und an vorbei

In Newman, einem weiteren Bergbauzentrum der Pilbara liegt die riesige Mount Waleback Eisenerzmine, betrieben von BHP. Der ehemalige Mount Waleback ist heute Geschichte. Bagger trugen ihn seit 1969 ab um an das begehrte Eisenerz zu kommen. Hätten gerne die Mine besichtigt, doch wird die Führung momentan nicht angeboten. So widmen wir uns der Wäsche und dem Auffüllen der Vorräte, bevor es wieder ins Outback geht. Sind damit nicht allein, unsere Nachbarn am Campingplatz verbringen 4 Wochen damit im Busch als Hobby nach Gold zu suchen, bevor sie für 1 – 2 Tage nach Newman kommen.

Wir müssen öfters folgen auf dem Weg nach Newman
Roadtrains auf der Straße
Campingplatz in Newman
Visitorcenter, Newman
1968 entsteht Newman am Mount Whaleback
Newman

Die Carawine Gorge liegt am Oakover River auf dem Gebiet einer Rinderfarm. Meist versuchen die Farmer Touristen draußen zu halten und untersagen das Campen. Die Warrawagine Station macht großzügigerweise eine Ausnahme und erlaubt Interessenten das Lager dort aufzuschlagen.
Nutzen gerne die Möglichkeit und besuchen diesen bezaubernden Ort.

Auf dem Weg zur Carawine Gorge
Geschafft

Das Wasser des Flusses staut sich hier zu einem See, auf einer Seite finden sich Möglichkeiten zum Campen, auf der anderen steht ein Bergrücken mit steil abfallenden roten Felswänden. Finden einen schönen Platz im Schatten unter Bäumen und genießen die Zeit mit Spaziergängen, Schwimmeinlagen, Ratsch mit Nachbarn und Vogelbeobachtung.

Durch das über das ganze Jahr permanente Wasser ist die Gorge ein Eldorado für die Vogelwelt. Unzählige Arten sind zu sehen und den einen oder anderen bekommen wir gut vor die Kamera.

Carawine Gorge
Carawine Gorge
Mal wieder werden wir nass, auch in der Carawine Gorge
Carawine Gorge
Carawine Gorge
Carawine Gorge
Carawine Gorge
Black Swan Familie mit Nachwuchs, Carawine Gorge
Whistling Kite, Carawine Gorge

Sacret Kingfischer, Carawine Gorge
Rainbow Bee-eater, Carawine Gorge

Rinder gehören zu einer Station und vereinzelte Tiere durchstreifen den Uferbereich. Ein unter Testosteron stehender Jungbulle lässt seine Gefühle am Zelt und unseren Stühlen aus. Hatten sie zur Sicherheit schon vorher verlassen. Fred, ein Nachbar sieht unser Dilemma, kommt uns zur Hilfe und mit einem langen Stock schafft er es das Tier zu vertreiben.

Hier ist Farm Gebiet, Carawine Gorge
Noch ist er friedlich, Carawine Gorge
Dieser Jungbulle will uns testen
Das Zelt wird auch inspiziert und angegriffen

Ansonsten verlaufen die Tage gemütlich und wie immer viel zu schnell.

Running Water, ein weiterer Pool in der Nähe wartet mit anderen Qualitäten auf. Stilles klares Wasser, überschattet von mächtigen alten Eukalyptusbäumen laden zu einem Badevergnügen der ungewöhnlichen Art ein. Die Temperaturen sind sehr angenehm, da der Pool u.a. von warmen Quellen gespeist wird. Bleiben fast 3 Stunden an diesem märchenhaften Ort und haben ihn meist für uns alleine. Zur Regenzeit sollte man nicht hier sein, da rauscht das Wasser durch den Fluss und Waldlandschaft und der Wasserspiegel steigt um 5 Meter.

Durch den Fluß, Ausflug zum Running Waters
Ausflug zum Running Waters
Running Waters
Running Waters
Running Waters

Morgenrot, Carawine Gorge
Ein Kaffee schmeckt an diesem Platz besonders, Carawine Gorge

Fehlende Infrastruktur und die Entfernung von 600 km zur nächsten Stadt führen dazu, dass die Carawine Gorge nicht überrannt wird. Mit Snowy und ausreichenden Wasser- und Lebensmittelvorräten verbringen wir eine wunderschöne Zeit an diesem Ort und verlassen ihn nach über einer Woche in Richtung Marble Bar, dem heißesten Ort Australiens.

200 Menschen leben permanent in diesem kleinen Ort, in dem das Klima im Winter sehr angenehm ist. Im Sommer, z.B. Dezember/Januar gelten dagegen Temperaturen von 45 Grad normal. Die durchschnittliche Temperatur bleibt während 6 Monaten des Jahres über 37 Grad.

Der Name Marble Bar (in deutsch Marmor Band) leitet sich von der örtlichen Jaspis-Formation ab, die von den ersten Siedlern mit Marmor verwechselt wurde. Auf dem ersten Blick wirken die Jaspis-Formationen nicht sehr beeindruckend, erst der Wasserfilm bringt die Farben zum Leuchten. Mit einer Wasserflasche bewaffnet wandern wir durch die Felslandschaft und entlocken ihr ihre Schönheit.

Marble Bar
Marble Bar
Vor Wasser, Marble Bar
Nach Wasser, Marble Bar
Marble Bar
Marble Bar
Marble Bar

Für die längere Strecke von knapp 800 km nach Broome legen wir in der Dolena George und kurz vor Broome eine Übernachtungspause ein. Dabei kommt uns auf der Teerstraße ein Mining Roadtrain mit 4 Anhängen entgegen. Sind immer beeindruckend diese Gespanne, nur dieses verliert einen Stein, dem die Windschutzscheibe von Snowy nicht standhält und ein Riss zieht sich durch die Scheibe. Ein neues Problem, dem wir uns annehmen müssen.

Nicht so schön
Dolena Gorge
Dolena Gorge
Beim Verlassen der Gorge noch das Gatter öffnen und schließen da Weidetiere
Das geht aber schwer, uff
Pardoo Roadhouse
Sandfire Roadhouse
Sandfire Roadhouse
mmhh, Sandfire Roadhouse

Broome mit seinen schönen Stränden und blauem Meer war lange Zeit ein verschlafener Ort. Durch sein angenehmes Klima im Winter von 30 Grad tagsüber und 15 Grad nachts flüchteten immer mehr sogenannte Grey Nomads (Rentner) vom kalten Wetter im Süden Australiens und verbringen in Broome oft mehrere Monate. Instagram und andere Plattformen tragen ihr übriges dazu bei und dementsprechend überlaufen ist die Stadt inzwischen.

Sind überrascht, als wir im Norden Broomes am 40 km entfernten Quondong Beach, ein wilder wunderschöner Küstenabschnitt mit freien Camp Möglichkeiten problemlos einen herrlichen Platz im Schatten. finden. Haben die Gegen bei früherer Besuchen deutlich voller erlebt.

Wir nähern uns dem Quondong Beach
Unser Camp am Quondong Point


Die Stadtverwaltung legte zwar einen Weg zum Quondong Point an, doch von dort erschlossen Reisende die Gegend dann selber. Entlang der Küste zieht sich eine Sandpiste, an der vereinzelt Camp Möglichkeiten mit Blick aufs Meer bestehen.
Der Küstenabschnitt bei Quondong ist atemberaubend. Herrliche weiße Strände und der gewaltige Tidenhub von 9,5 m haben ihren eigenen Reiß. Gehen gerne über den freigelegten Sandbereich und staunen über die Formationen im Sand. Nachmittags entfliehen wir der Wärme auf unseren schattigen Platz, bevor es uns wieder an die Strände und ihre Spaziergänge zieht. Trotz des blauen Wassers gehen wir nicht hinein, hatte doch hier vor 6 Jahren ein Nachbar ein Krokodil gesehen.

Quondong Beach
Quondong Beach
Quondong Beach
Quondong Beach
Quondong Beach
Hermit Crab, Qondong Beach
Quondong Beach
White-faced Heron, Quondong Beach
Quondong Beach
Nebenbucht am Quondong Beach
Was ist das, Quondong Beach
Eine Schildkröte, Quondong Beach
Spaziergang zum Ngombal Country
Ngombal Country
Ngombal Country
Ngombal Country
Ngombal Country
Brahminy Kite, Quondong Beach
Wir verlassen Quondong Beach


Der Termin von Susis Flug nach Adelaide lässt uns das einmalige Lager verlassen und finden in Broome auf dem Überlauf CP beim Pistol Clup ein Plätzchen.

Wartebereich Airport Broome
Mit Virgin Airlines geht es zuerst nach Perth
Broome von oben


Mitte des 18. Jahrhunderts lebte die Stadt von der Perlensuche. Versklavte Aborigines und billige Arbeitskräfte aus Asien tauchten nach den begehrten Perlen und viele verloren dabei ihr Leben.

Broome

Heute lebt die Stadt neben der Perlenzucht vorwiegend vom Tourismus. In der Innenstadt finden sich zahlreiche Geschäfte und Kaffees mit lebendigem Treiben.

Broome
Broome
Broome
Der ist auch ziemlich in den Regen gekommen, Broome
Broome Hafen
Kabbarli Lookour, Broome
Gantheaume Point, Broome
Wahrscheinlich eine beinlose Echse, never know, Gantheaume Point, Broome
Gantheaume Point, Broome
Gantheaume Point, Broome
Gantheaume Beach, Broome

Die Attraktion ist der Cable Beach. Ein langgezogenen Strand vor den Toren von Broome. Hier amüsiert sich jung und alt nach Ihrem Gusto.

Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome

Normalerweise kann man an einer Stelle mit dem Auto an den Strand fahren, der ohne Problem befahrbar ist und sucht sich ein Plätzchen zum Verweilen. Komisch dass die Stadt ausgerechnet zur Haupttourismussaison dort eine Baustelle hat und niemand diesem Vergnügen nachgehen kann. Heute finden sich hier nur die Kamelkarawanen, die Touristen am Strand spazieren tragen und wenige Spaziergänger. Nicht zu vergleichen mit dem Spektakel, das sonst hier herrscht.

Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome
Cable Beach, Broome

Impressionen

Veröffentlicht am 19. Juli 2026, in 2026, Western Australia. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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